Schweiz-Türkei in Genf Portugal-Tschechien in Basel

Nürnberg 14:31 – für Tschechien – Portugal ist mein Tipp unentschieden. Nachtrag 20:22 – Portugal hat 3:1 gewonnen. Immerhin stand es bis zur Halbzeit 1:1, und viele Ausgleichschancen hat es auch gegeben. Genf ist eine Zwillings (und Krebs-Stadt). Das Wappen besteht folglich aus zwei verschiedenen Teilen.

Beide Teams haben gute Aussichten. Tschechien, die Sonne, beherrscht Haus 10, steht aber in 8, was nicht gut ist. Portugal, Fische, kann nur durch Neptun und Jupiter vertreten sein, beide rückläufig und Jupiter in Haus 3 im Fall. Die Sonne hat ein Trigon zum Glückspunkt, Neptun aber ein Trigon zur Sonne. (Nachtrag 2o:20 -Dann ist also Portugal wirklich Neptun. In diesem Fall haben sie mit dem Trigon zur Sonne sogar gute Aussichten, das Turnier zu gewinnen, denn Neptun steht in einem Eckhaus für das Horoskop des Eröffnungsspiels.) Das dünkt mir gleichstark. Das zweite Spiel Schweiz -Türkei findet in Basel statt. Basel ist eine Fische (Jungfrau) Stadt. Der Glückspunkt steht in den Fischen, also glaube ich an einen glücklichen Abend für Basel.

Merkur, rückläufig, steht für beide Teams, denn Türkei ist ebenso Jungfrau, wie die Schweiz, von daher ist keine Präferenz möglich. Schaut man aber die Flagge der Türkei an, so hat man die Venus und den Mond. Mond ist in der Waage unterwegs zu einem Trigon mit der Sonne, so wäre also der Sieg für die Türkei zu erwarten, doch noch ist er in einem fallenden Haus. Ich gestehe aber, dass diese Voraussage keine Zauberei ist, bedenkt man den Zustand der Schweizer Mannschaft ohne Andreas Frei. Der ist am 15. Juli 1979 geboren, also eine Krebs-Sonne. Die Verletzung sieht man klar am Mars – Chiron Quadrat, dem rückläufigen Merkur in Opposition zu Neptun und auch noch der Kriese, in der man sich allgemein vor der ersten Saturnwiederkehr befindet. Gegen diesen Sieg der Türkei ist jedoch einzuwenden, dass die Venus sonnenverbrannt ist. Und Venus wird ja ebenfalls der Schweiz zugeordnet, die neben der Jungfrau Stier mitbringt. Dem Zustand beider Teams entspricht diese sonnenverbrannte Venus, da die Erwartungen und der Wunsch, sich endlich zu beweisen, gewaltig sein dürften und auch den Erwartungen des Publikums entsprechen (Haus 7). Also lauter für und wieder, wie so oft. Mein Tipp: ich richte mich nach dem Glückspunkt in den Fischen, dem herrschenden Zeichen Stier im Haus 5 (Glück im Spiel): die Schweiz wird gewinnen. Nachtrag 23:58 Glückspunkt in den Fischen hat irgendwie für Basel schon gegolten, zumindest solange es Fische-mäßig gegossen hat, wie aus Kübeln. Und in der ersten Halbzeit haben die Schweizer sogar geführt. Trotzdem hat mich meine Voraussage getrogen: 2:1 für die Türkei, am Ende sogar durch ein Blutopfer untermalt. Scherzkekse sprechen davon, dass man meine Voraussagen einfach nur umdrehen müsse, das Gegenteil sei dann immer wahr. Schaun wir mal, wie es morgen weitergeht.

6 Responses

  1. Hmm – gibt einem das nicht irgendwie zu denken, wenn man immer daneben liegt? Also ich will jetzt hier wirklich nicht spotten – aber ich frage mich, wieso einem nicht irgendwann Zweifel an der Astrologie kommen? Die diversen nachträglichen „Rechtfertigungen“ machen die Sache doch auch nicht wirklich glaubwürdig. Hinterher kann ich auch alles erklären – ganz ohne astrologisches Brimborium ;)

  2. Lieber Florian,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Zweifel an der Astrologie insgesamt kommen mir nicht. Das liegt daran, dass ich ja täglich mit Menschen und deren Horoskopen arbeite, die ihre Sonne und den Aszendenten und alle Planeten in bestimmten Zeichen haben, und dadurch sehr genau charkaterisiert werden können. Hier „funktioniert“ Astrologie als Lebenshilfe auf jeden Fall. Sportergebnisse vorherzusagen ist etwas anderes, und da gibts mehrere Interpretationsmöglichkeiten. Deshalb liefere ich die im Text ja auch mit. Und ich versuche mich – das wirst Du gemerkt haben – ja auch nicht rauszureden. Allerdings wird´s in der Tat erst richtig interessant, wenn man selbst einsteigt, was eine gewisse Mühe voraussetzt. Doch schon allein, wenn Du Dein Sonnenzeichen (Geburtstag) und den Aszendenten (Geburtszeit) kennst, wirst Du merken, dass Dich das von allen anderen Menschen unterscheidet. Nimm noch den Mond in seinem Zeichen, und Du wirst Dich wundern.

    Herzliche Grüße

    Markus

  3. Hallo Markus!

    Danke – ich kenne mich mit Astrologie schon einigermassen gut aus. Und selbstverständlich unterscheide ich mich von allen anderen Menschen – aber sicher nicht durch den Stand der Himmelskörper! (Wieviele Menschen werden nochmal jede Minute gleichzeitig geboren? Gerade jetzt kommt ein Baby in München zu Welt dem ein Leben in Wohlstand bevorsteht – das gleichzeitig geborene Baby in Äthopien ist in ein paar Jahren tot – die Sterne standen aber gleich).

    Wundern tu ich mich auch – allerdings nicht über die Macht der Astrologie – sondern darüber, dass sich so viele Menschen von den schwammigen Sätzen in den Horoskopen überzeugen lassen. Kann sein, dass manche es als funktionierende „Lebenshilfe“ ansehen – aber auch das überrascht mich nicht wirklich – aus so einem Horoskop kann ja jeder das für sich herauslesen, was ihm am besten gefällt – insofern wirds auch „funktionieren“.

    Naja – die „Fussballastrologie“ finde ich zumindest noch sehr amüsant (im Gegensatz zu vielen anderen Spielarten der Astrologie die ich teilweise eher für verwerflich halte). Ich werde die Prognosen also weiter aufmerksam verfolgen ;)

    Gibts schon Tipps für Österreich – Polen? Ich würd ja auf ein 1:2 tippen – was sagen die Sterne dazu?

  4. Lieber Florian,

    ich mag Diskussionen, weswegen ich Deinen Kommentar auch gern hier wiedergebe. Das Baby in Äthiopien, übrigens ein Waage-Land, lebt hoffentlich in ein paar Jahren noch. Aber es hat auf jeden Fall ein anderes Horoskop, als das Baby in München: denn der Ort liegt viele Breitengrade entfernt. Einzig Zwillinge teilen sich ein Horoskop, obwohl selbst da des öfteren gerade der Aszendent wechselt. Ich freue mich über Dein Interesse, will aber doch das Ziel dieses Blogs betonen: hier geht´s nicht um Zweifel. Das ist für Leute, die von der Evidenz ihres Geburtsbildes überzeugt sind, nicht sehr kreativ. Am meisten Spaß macht Astrologie, wenn zwei oder mehrere Nicht-Zweifler sich die Bälle zuspielen. Insofern ist sie ein Mannschaftssport. Das ist natürlich in einer Welt, wo die Presse nur von Podolski schreibt, der das Tor geschossen hat, nicht aber von Klose, ohne den nichts wäre, ungewöhnlich. Dieter Koch hat in seinem Buch: „Kritik der astrologischen Vernunft“ (Eine Klärung des Anspruchs der Astrologie – Antworten der Astrologie an ihre Kritiker) Verlag der Häretischen Blätter, ISBN 3-931806-03-0 alle Fragen brillant geklärt. Bitte lesen!

    Ich wünsche Dir weiter viel Spaß mit diesem Blog!

    Markus

  5. Ok – ich verstehe es, wenn du hier nicht über die Astrologie an sich diskutieren willst. Ist ja auch dein Blog ;)

    Ist trotzdem ein bisschen Schade – ich bin schon seit längerem auf der Suche nach einem Astrologen, mit dem ich ne konstruktive Diskussion über Astrologie führen kann. Da gibts so viele Fragen die ich hätte, die mir aber meistens niemand beantworten kann (oder will).

    Das empfohlene Buch klingt interessant – auch wenn mir nach Ansicht des Inhaltsverzeichnises doch ein bisschen Zweifel kommen, ob hier wirklich probiert wurde, neutral und wissenschaftlich auf die Fragen einzugehen. Aber ich werd mal schauen, ob ich es irgendwo auftreiben kann.

  6. Lieber Florian,

    ich bin sicher, Koch kann alle Fragen umfassend beantworten. Vielleicht noch als Anregung: Astrologie ist eben keine Wissenschaft im herkömmlichen Sinne, sondern ein uraltes magisches System. In diesen Systemen fehlt der Grundsatz, ein Experiment zwecks Beweisbarkeit wiederholen zu können, den die Wissenschaft konstitutiv für sich beansprucht. In der realen Welt, der die Astrologie entstammt, gibt es keine zwei gleichen Dinge, also auch keine Wiederholung. Die Wissenschaft selbst ist eine Form von Traumbewußtsein. Mit anderen Worten: die Wissenschaft träumt einen Traum von Objektivität, aus dem sie langsam erwacht, seitdem quantenphysikalisch das zeitsynchrone Zusammenspiel entfernt voneinander sich bewegender Materie nachgewiesen ist. Wir alle träumen diesen Traum, man kann gar nicht aussteigen. Tatsächlich kann ich hier im Blog nicht darüber diskutieren, ob überhaupt die Astrologie etwas gilt. Das steht für mich ja fest, und ab dem Punkt macht es dann Spaß, weiterzuforschen. Vielen Dank für Dein Verständnis.

    Herzliche Grüße

    Markus

Leave a Reply