Opposition Mars/Venus

Liebe Leserinnen und Leser,

bemerkenswert auf obiger Abbildung – Kölner Domschatz – sie trägt die Rüstung: er ist nackt – feine Ironie, typisch kölsch: Karnnval – wie die Putte, die sehr eindimensional unterwegs ist und den Siegeskranz (wie Ovid lehrte), Venus zukommen läßt – doch alles nur Mars´ Tücke und List.

Mars (rückläufig!) Opposition Venus am 02.02.2012 um 00:041 Nürnberg

Mars läuft heuer (ja, es stimmt, ich ignoriere nicht nur die “neue Rechtschreibung”, sondern benutze auch absichtlich völlig antiquierte Wörter) retrograd im Zeichen Jungfrau, Venus geht in den Fischen. So etwas nennt man in Astronomie und Astrologie Opposition – wie zeigt sich denn eine solche Opposition im Leben eines Menschen, der sie im Geburtshoroskop hat?!

Das größte Problem ist wohl die frühkindliche Verteilung. Jemand mit Opposition Venus/Mars projiziert ständig die Vater/Mutter Differenz nach außen und findet sich deshalb ebenfalls ständig in absurdesten Dreierbeziehungen – ohne dies bewußt zu wollen und zu wünschen. “Absurdest” bedeutet, daß praktisch jede Begegnung – wie Wasser fließt – sich in Papa/Mama-Entsprechungen aufteilt, dabei keine Rücksicht auf Alter oder Autorität legt.

Im Klartext: der/die HoroskopeignerIn trifft mit dieser Opposition im Horoskop ständig auf Personen, die ihm/ihr gegenüber Elternposition einnehmen, auch wenn das dem Alter der Begegnungen oder den Umständen überhaupt nicht entspricht. Es ist regelrecht zum Mäusemelken. Die Lösung?

Denn freilich will die Realität auch eingerichtet sein, weshalb dies zu einem wahren Kampf um die geschlechtliche Souveränität wird – und eine Lösung kann ich (noch nicht!) anbieten – steh´ ja mitt´ndrin … Sicher ist jedoch: – wer mit einer Mars/Venus Opposition zur Welt kommt/kam – hat sich im letzten Leben weder als Frauen- noch als Männer-Versteher einen Namen gemacht.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus

Eine Antwort

  1. Lieber Markus,
    herzlichen Dank für die alte deutsche Rechtschreibung und völlig antiquierte Wörter! ;)
    Da will ich dir doch die Erkenntnisse meiner heutigen Lektüre (Robert Hand, Das Lexikon der Horoskopsymbole) nicht vorenthalten.

    Dort las ich zum Thema Oppositionen, daß (du siehst, auch ich verwende die alte Schreibweise) sich immer ein Teil im außen materialisiert – sprich die Rolle des anderen Planeten einnimmt. Man fände sich jeweils entweder auf der einen oder anderen Seite der Opposition wieder. Die Lösung sei, dies zu erkennen und nicht mehr im anderen zu suchen – was ich mit meiner Opposition auch schon ein paar Jahre versuche.

    Ich werde dann doch mal das Hörbuch von Byron Katie, “Lieben, was ist” zum Thema “The Work” fertighören – das ist eine wunderbare Anleitung für diese Technik und hat eher etwas von einem Seminar als von einem Buch. Jedenfalls erscheint mir diese Methode doch sehr geeignet, solchen energieraubenden Oppositionsspielen auf den Grund zu kommen. Dazu gibt es im Netz übrigens sehr gute Ressourcen.

    Jetzt habe ich lauter Literaturtips in deinem Blog hinterlassen – und hoffe, von dir auch weiterhin solch schöne Texte zu lesen.
    Viel Glück,
    Irene Dietrich

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